Referenz · Metallverarbeitung

Energiekosten je Auftrag
statt je Standort

Energiedaten aus Zählern und Anlagen mit Auftragsdaten verknüpft. Die Geschäftsführung sieht Stückkosten inklusive Energie, die Produktionsleitung sieht Lastspitzen in Echtzeit.

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Ausgangslage: Energiekosten ohne Zuordnung

Ein Metallverarbeitungsbetrieb mit mehreren verketteten Anlagen kennt seinen gesamten Energieverbrauch aus der Jahresabrechnung des Versorgers. Was er nicht kennt: wie viel Energie ein einzelner Fertigungsauftrag verursacht, welche Anlage am meisten verbraucht und ob die Lastspitzen vermeidbar wären.

Das ist keine Seltenheit. Energiekosten erscheinen in vielen Fertigungsbetrieben noch als Gemeinkosten, werden also auf alle Aufträge gleichmäßig verteilt. Das verzerrt die Kalkulation: Energieintensive Aufträge erscheinen günstiger als sie sind, energiearme werden subventioniert.

Wir haben Zähler an den kritischen Verbrauchern installiert, die Messwerte in die bestehende Datenbasis integriert und eine Verknüpfung zu den Fertigungsaufträgen hergestellt. Das Ergebnis: Stückkosten inklusive Energieanteil, tagesaktuell, und eine Echtzeit-Sicht auf Lastspitzen, die der Produktionsleitung zeigt, wann Anlagen gleichzeitig anlaufen.

€/StückEnergie im Stückkostensatz
EchtzeitLastspitzen sichtbar
NIS2Nachweise mit abgedeckt

Fragen zu diesem Projekt

Wie wurden die Energiedaten erfasst?

Über Energiezähler mit M-Bus oder Modbus Schnittstelle an den Hauptverbrauchern. Die Edge-Gateways (SWIFT-BOX) lesen die Zähler in konfigurierbaren Intervallen aus, historisieren die Zeitreihen und übertragen sie an die zentrale Datenbasis, wo sie mit den Auftragsdaten aus dem ERP verknüpft werden.

Welche Norm-Anforderungen wurden mit abgedeckt?

Das Energiemanagementsystem deckt Teile der ISO-50001-Anforderungen und der NIS2-Nachweispflichten mit ab. NIS2 verlangt eine Inventarisierung und Überwachung kritischer Systeme, darunter Energieinfrastruktur. Die erfassten Zählerdaten liefern die nötigen Nachweise in der Datenbasis.

Ist das Energiemonitoring in bestehende ERP-Systeme integrierbar?

Ja, das war hier der Fall. Die Fertigungsaufträge kommen aus dem SAP des Kunden, die Energiedaten werden bei Auftragsabschluss automatisch zugeordnet. Die Schnittstelle folgt den ISA-95-Schichten. Welches ERP eingesetzt wird, ist dabei zweitrangig, solange es Auftragsdaten über eine Schnittstelle bereitstellt.

Energiekosten pro Auftrag sichtbar machen.

Wir verbinden Ihre Energiedaten mit Auftragsdaten und geben Ihnen die Grundlage für eine belastbare Kalkulation.

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